Chemieagenda 2045: Viele gute Ansätze, aber der große Wurf bleibt aus
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Welchen Stellenwert wird Carbon Capture and Storage (CCS) in Deutschland einnehmen und vor welchen Herausforderungen steht die Industrie? Darum hat sich die erste Sitzung des CCS Forums gedreht, die gestern in Berlin stattgefunden hat. Die Klimaschutzorganisation Bellona Deutschland hat zum CCS Forum eingeladen, um so einen Beitrag zur Transformation der deutschen Industriestandorte zur Klimaneutralität zu leisten. Dabei sieht Bellona Deutschland CCS als essenziellen Baustein.
Beim ersten Treffen haben Vertreter der Branchen mit unvermeidbaren Prozessemissionen, Verbände, Logistiker und Maschinenbauer über die Anforderungen sowohl technischer als auch regulatorischer Art gesprochen. Dr. Erika Bellmann, Geschäftsführerin von Bellona Deutschland, stellte fest: „CCS muss branchenübergreifend gedacht werden und ist für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland zentral. Deswegen kommt eine Vielzahl unterschiedlicher Akteure aus der Wirtschaft im CCS Forum zusammen, um gemeinsam zu Aspekten von Carbon Management und CO2-Infrastruktur zu arbeiten.“ Die Einsicht, dass die Technologie für die Erreichung der Klimaziele in der Industrie nötig ist, konnte schon im ersten Treffen bekräftigt werden. Der Wille, durch das CCS Forum einen gemeinsamen Standpunkt beim Thema zu erlangen, ist groß.
Die Carbon Management Strategie sollte entlang der gesamten Wertschöpfungskette entwickelt werden. Nur so können die Vorhaben der einzelnen Unternehmen im Verbund einen positiven Beitrag zum Klimaschutz leisten und den Wirtschaftsstandort Deutschland sichern. Arne Müller, Projektleiter des CCS Forums, fasste zusammen: „In der ersten Sitzung konnten die unterschiedlichen Sichtweisen der Branchen verdeutlicht werden. Mir persönlich scheint der Zeitpunkt besonders günstig, da das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz demnächst den Prozess zur Carbon Management Strategie beginnen wird und wir so unseren Input einbringen können.“
Die Teilnehmenden bilden nun vier Arbeitsgruppen zu den Themen der rechtlichen Rahmenbedingungen, Kommunikation, technischen Anforderungen sowie Finanzierung und Wirtschaftlichkeit. Das Ziel ist es, im ersten Schritt ein gemeinsames Verständnis der Industriebranchen zu erarbeiten, wobei auch zivilgesellschaftliche Akteure und Gewerkschaften zeitnah eingebunden werden.
Bei Fragen rund um das Forum wenden Sie sich bitte an:
Arne Müller (arne@bellona.org)
Amrei Milch (amrei@bellona.org)
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