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: March 10, 2023
: Amrei Milch
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Die Novellierung der EU-Bauprodukteverordnung Construction Products Regulation (CPR) ist eine wichtige Chance für den Klima- und Ressourcenschutz. Doch besonders konservative Abgeordnete arbeiten derzeit daran, den ambitionierten Entwurf abzuschwächen. Gemeinsam mit einem Bündnis mit Verbänden aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft unterzeichnet Bellona Deutschland den von der DUH initiierten offenen Brief, um dies zu verhindern.
Was soll die Novellierung der CPR bewirken?
Die CPR gibt den Standard zur Vermarktung Baumaterialien vor, sodass Kunden zuverlässige Bewertungen der Leistungen von Produkten unterschiedlicher Hersteller vorliegen. Das soll den Wettbewerb sichern und die Einhaltung der Struktur- und Sicherheitsverordnungen des Baugewerbes garantierten. Doch in der Novellierung soll nun auch der CO2-Fußabdruck berücksichtigt werden. Das ist sinnvoll und nötig: Bauprodukte sind für rund die Hälfte des Rohstoff- und Wasserverbrauchs in der EU sowie ein Drittel des Abfallaufkommens verantwortlich. In Deutschland verursachen Herstellung, Errichtung, Nutzung und Entsorgung von Gebäuden und Bauprodukten sogar rund 40 Prozent der gesamten CO2-Emissionen des Lebenszyklus von Gebäuden – allein die Herstellung der Baustoffe verursacht etwa die Hälfte der gesamten CO2-Emissionen. Bauabfälle machen mehr als die Hälfte des deutschen Müllaufkommens aus.
Um dies zu ändern, hat der Umweltausschuss des EU-Parlaments einen Vorschlag für eine Novellierung der CPR erarbeitet, in der z.B. Informationspflichten für Hersteller von Bauprodukten, hohe Mindestanforderungen an das Öko-Design und verpflichtende ökologische Beschaffungskriterien aufgenommen sind. Dass die letzten Bestrebungen, besonders von Seiten konservativer Abgeordneter, versuchen, diese zu entkräftigen, ist eine Gefahr für das Erreichen der Klimaziele der EU. „Die Novellierung der CPR darf nicht in diesem Maße zugunsten von Industrieinteressen abgeschwächt werden – denn das würde auf Kosten des Klimaschutzes geschehen“, verdeutlicht Dr. Jan-Justus Andreas, Geschäftsführer von Bellona Deutschland.
Lesen Sie hier den offenen Brief.
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