Ein Jahr schwarz-rote Koalition – eine Zwischenbilanz
Die Bundesregierung unter Friedrich Merz ist nun ein Jahr im Amt. Ein Jahr, in dem sich nationale und internationale Herausforderungen eher verstärkt...
Publication
Autor:innen: Milan Loose
: Bellona Deutschland; Zentrum Liberale Moderne
Publication
Negative Emissionen werden für das Erreichen der deutschen und europäischen Klimaziele benötigt. Um den Hochlauf von solchen Negativemissionstechnologien (NET) zu fördern, wird aktuell die Integration von CDR-Zertifikaten in das ETS 1 diskutiert und politisch priorisiert. Diese Maßnahme soll zusätzlich für Liquidität im ETS nach dem Auslaufen der Emissionszertifikate 2039 sorgen. Unter den jetzigen Rahmenbedingungen könnte eine pauschale direkte Integration dazu führen, dass Emissionsminderungen verzögert („mitigation deterrence“), bestehende Zielkonflikte zwischen permanenter und naturbasierter CO₂-Entnahmen verstärkt und Marktverzerrungen erzeugt werden. Insgesamt würde dadurch das ETS abgeschwächt und das Erreichen der Klimaneutralitätsziele unwahrscheinlicher.
Dieses Positionspapier beleuchtet diese Risiken und diskutiert, wie stattdessen eine Interaktion von permanenten CO2 -Entnahmen mit dem ETS ausgestaltet werden könnte:
Zusätzlich zu einer effektiven CDR-Politik ist zentral, dass Emissionsminderung und -vermeidung oberste Priorität bleiben, Ziele für natürliche und permanente CO2-Entnahmen separat sind und die Klimawirkung von Biomasse neu bewertet wird. Nur so können das ETS als wirksames Politikinstrument bestehen und die Klimaziele erreicht werden.