Zement ist eines der wichtigsten Materialien unserer gebauten Umwelt, da er der zentrale Bestandteil von Beton ist – dem Hauptbaustoff für unsere Gebäude und Infrastruktur. Gleichzeitig ist die Zementproduktion für rund 4 % der CO₂-Emissionen der gesamten Europäischen Union verantwortlich, wobei die Dekarbonisierung des Sektors mit erheblichen Herausforderungen verbunden ist.
Dieses Factsheet fasst die wichtigsten Erkenntnisse aus unserem Bericht „Net-Zero Pathways for European Cement“ zusammen. Es skizziert die zentralen Dekarbonisierungspfade für die Zementindustrie, beleuchtet deren Grenzen und präsentiert Bellonas Forderungen, um in diesem Sektor Netto-Null-Emissionen zu erreichen.
Dekarbonisierungspfade
- Bedarfsreduzierung: Bessere Nutzung des Gebäudebestands und Steigerung der Ressourceneffizienz
- Klinkersubstitution: Ersatz eines Teils des Klinkers durch zementäre Zusatzstoffe (SCMs) – Emissionsminderungspotenzial von bis zu 63 %
- Brennstoffsubstitution: Einsatz von Biomasse und Abfall anstelle fossiler Brennstoffe
- Dauerhafte Kohlenstoffabscheidung (CCS/CCU): In allen Szenarien zur Erreichung von Netto-Null erforderlich
Unsere Forderungen
- Alle verfügbaren Hebel gleichzeitig nutzen – es gibt keine Einzellösung
- Den Aufbau der notwendigen CO₂-Infrastruktur beschleunigen
- Nachfrage nach kohlenstoffarmem Zement durch verbindliche Umweltkriterien im öffentlichen Beschaffungswesen stärken
- Auf leistungsbasierte Standards umstellen, die allen Technologien gleiche Wettbewerbsbedingungen bieten