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Stromnetzanschlüsse beschleunigen: Vorschlag für eine Priorisierung von Netzanschlüssen und zur Ausgestaltung des Verteilnetzpakets

Die Energiewende wird im Stromnetz entschieden, und genau dort droht ein Nadelöhr. 

Erneuerbare, Speicher und neue Verbraucher aus Industrie, Wärme und Mobilität drängen ans Netz, doch der Netzausbau hält nicht Schritt. Die Folgen sind lange Wartezeiten, fehlende Planungssicherheit und Investitionen, die auf der Kippe stehen. Selbst umsetzungsreife Projekte mit hohem klimatischen und gesellschaftlichen Mehrwert warten dadurch teils jahrelang. 

Gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Zivilgesellschaft haben wir deshalb einen Verbändebrief an das BMWE gerichtet. Unsere Kernbotschaften: 

  • Politische Leitplanken: Netzbetreiber haben keinen strukturpolitischen Auftrag. Kriterien wie Reifegrad, Klimawirkung, Flexibilitätsbereitschaft und Bestandsanschlüsse sollten mit den Stakeholdern konkretisiert und politisch festgelegt werden. 
  • Mehr als Priorisierung: Digitale Prozesse, klare Fristen und Transparenz über verfügbare Kapazitäten schaffen Planungssicherheit. 

Unsere Forderung: Der Dialogprozess zum Verteilnetzpaket muss zügig starten. Spätestens bis Jahresende braucht es konkrete Vorgaben für eine diskriminierungsfreie, transparente und rechtssichere Priorisierung, effizientere Anschlussverfahren und einen vorausschauenden Netzausbau. 

Denn schnelle Netzanschlüsse sind die Voraussetzung für Investitionen der Industrie. 

Steffen Laube

Fachreferent Zukunftsdialog Industrie